Geschichte

Der Turnverein Sigmaringendorf wurde am 1.Juli 1908 gegründet. Nach wenigen Wochen war die Mitgliederzahl auf 35 angewachsen. Gründer und Vorstand war Lehrer Bernhard Eisele. Ein Jahr später, am 19.Juni, fand die feierliche Fahnenweihe statt. Dass im Verein zielstrebige Arbeit geleistet wurde, beweisen die zahlreich errungenen Siege und Preise in den Jahren von dem ersten Weltkrieg. Ein Jahr nach Kriegsende wurde die Tradition der Gauturnfeste im Turngau Hohenzollern wieder aufgenommen. 1926 war Sigmaringendorf der Austragungsort. Besondere Höhepunkte des Vereins waren 1933 die Teilnahme am deutschen Turnfest in Stuttgart und 1938 am deutschen Turn-und Sportfest in Breslau.

Turn-und Sportverein Laucherthal 1921 e.V.

Parallel zum Verein in Sigmaringendorf existierte seit 1921 der ” Turn und Sportverein Laucherthal ” mit den Schwerpunkten Turnen, Leichtathletik und Fußball. Erster Vorsitzender war Emil Förderer. Die im Benediktinerinnenkloster Habstal angefertigte Fahne wurde 1927 eingeweiht. Der gepachtete Fußballplatz lag auf dem Stauden, wo 1928 auch ein Pokalturnier stattfand, ansonsten aber auch andere Wettkämpfe durchgeführt wurden.

Während des Dritten Reiches hatte die Leibesertüchtigung einen hohen Stellenwert. So ist es auch erklärlich, warum bis Mitte des Zweiten Weltkrieges der Sportbetrieb in den beiden Teilorten Sigmaringendorf und Laucherthal aufrecht erhalten werden konnte, allerdings mit gewissen Einschränkungen.

 

Neugründung des TSV Sigmaringendorf-Laucherthal 1908 e.V.

Von 1945 bis 1947 war der gesamte Sportbetrieb auf Anordnung der französischen Besatzungsmacht untersagt. Im Juni 1947 schlossen sich die selbstständigen Vereine der Ortsteile Sigmaringendorf-Laucherthal zusammen und gründeten die ” Sportvereinigung Sigmaringendorf-Laucherthal”. Dem Trend entsprechend wuchs die Bedeutung der Abteilung Fußball. Seit 1948 wird das Sportgelände ” Baumgarten ” genutzt und immer wieder den Erforderungen angepasst. Die Abteilung Turnen mit Leichtathletik und Tischtennis erhielt durch den Bau der Turnhalle im Jahre 1961, den Anbau der Gymnastikhalle 1978 und durch den Ausbau der Außenanlagen in der Au 1980 bessere Trainingsmöglichkeiten. Im August 1994 wurde das neue Vereinsheim, erbaut durch die Abteilung Fußball mit Eigenleistungen von über 6500 Stunden,eingeweiht. Durch die gemütliche und gut geführte Sportheimgaststätte wurde eine Begegnungsstätte für Jung und Alt geschaffen.

Aktualisierung der Angebote

Zunehmende Popularität neuer Sportarten und der Trend zu “Sports und Fun ” führten zur Gründung neuer Abteilungen. Bereits seit 1950 trafen sich Mitglieder des TSV, um gemeinsam Skisport zu treiben Dies führte 1958 zur Gründung der Abteilung Ski.

Lange Jahre waren auch im Frauenturnen Übungen und Wettkämpfe in festen Formen erstarrt. Aspekte wie Gesundheit und Fitness, Körperbewusstsein und Mode, das Einbeziehen von Musik und modernen Rhythmen beeinflussten die Vereinsarbeit der Abteilung Turnen. So entstand die Gruppe ” Gym und Dance “, die Gruppe ” TGW ” (Turn-Gruppenwettstreit ) und die ” Tanz-und Gymnastikgruppe “.

Heute zählt der TSV Sigmaringendorf-Laucherthal zu den mitgliedstärksten Vereinen in Baden-Württemberg, bezogen auf die Einwohnerzahl der Gemeinde. Derzeit gehören dem Verein rund 1000 Personen an, die mit nur einem Jahresbeitrag ihren Sport in allen Abteilungen ausüben können.

Im Oktober 2010 gründeten, nach einigen Querelen, Funktionäre des TSV einen neuen Turnverein und traten zum 31.12.2010 aus dem TSV aus. Trotzdem blieb der TSV mit rund 1000 Mitgliedern der stärkste Verein im Ort.